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Senat

Der Senat ist so etwas wie das Parlament der Hochschule. Seine Befugnisse sind jedoch auf Angelegenheiten von Forschung, Lehre und das Studium beschränkt, die die gesamte Hochschule oder zentrale Einrichtungen betreffen. D.h. der Senat ist nicht zuständig für die Organisation der Verwaltung. Er hat auch kein Haushaltsrecht, d.h. er beschließt nicht über die Mittelverteilung innerhalb der Hochschule.

Aufgaben

Der Senat beschäftigt sich im wesentlichen mit folgenden Punkten1)2):

  • Er bestätigt die Wahl der Mitglieder des Rektorats und mit einer Mehrheit von drei Vierteln der Stimmen kann er dem Hochschulrat die Abwahl des Rektorats empfehlen
  • Er nimmt Stellung zum jährlichen Bericht des Rektorats
  • Erlass und Änderung der Grundordnung, von Rahmenordnungen und Ordnungen der Hochschule, soweit das Hochschulgesetz NRW nichts anderes bestimmt. Hierzu zählen auch und vor allem Diplomsprüfungs-, Promotions- und Habilitationsordnungen (diese zählen als Satzungen) und Studienordnungen. Weitere Ordnungen sind die Wahlordnung für die zentralen Organe und Gremien (Senat, Rektor), die Senats-Geschäftsordnung, die Benutzungsordnungen für die Universitäts-Bibliothek, das Hochschulrechenzentrum, das Mediendidaktische Zentrum, etc.
  • Empfehlungen und Stellungnahmen zum Entwurf des Hochschulentwicklungsplans und der Zielvereinbarung, zu den Evaluationsberichten, zum Wirtschaftsplan, zu den Grundsätzen der Verteilung der Stellen und Mittel auf die Fachbereiche, zentralen wissenschaftlichen Einrichtungen, zentralen Be-triebseinheiten und der Medizinischen Einrichtungen.
  • nimmt Stellung zur uniinternen Mittelverteilung. Haushaltsrecht hat der Senat damit aber nicht. Beauftragte für den Haushalt, d.h. für die Mittelverteilung und Ausgabe zuständig, ist der Kanzler der Universität. Dieser orientiert sich an den Bedürfnissen der Fachbereiche und den Vorgaben des Senats bei der Mittelverteilung. Vorschreiben können sie ihm jedoch in dieser Frage nichts. Natürlich haben Senatsbeschlüsse zur Mittelverteilung eine starke appellative Wirkung auf das Rektorat. Dieses beschließt dann über die Mittelverteilung.
  • Er bestätigt die Wahl der Gleichstellungsbeauftragten, welche von den Frauen an der TU Dortmund in allgemeiner, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt wird. Das Rektorat setzt die Gleichstellungsbeauftragte nach bestätigung durch den Senat ein.3)
  • beschließt im Zusammenhang über die Festsetzung von Zulassungszahlen für einzelne Studiengänge durch die Hochschule (Numerus Clausus)
  • wählt die Mitglieder von Kommissionen und Ausschüssen des Senats
  • beschließt über den Vorschlag für die Wahl der Rektorin und der Prorektorin durch den Konvent
  • wählt die nichtsstudentischen Mitglieder der Hochschule im Verwaltungsrat des Studentenwerks Dortmund. Dabei sind die studentischen Senatsmitglieder nicht stimmberechtigt. Die studentischen Mitglieder des Verwaltungsrates werden vom Studierendenparlament gewählt.
  • beschäftigt sich mit Fragen der Gleichstellung von Frau und Mann, z.B. Frauenförderung in den Naturwissenschaften, sexuelle Belästigung im Hochschulbereich; in der Regel allerdings nur aufgrund von Anregungen oder Anträgen der Frauenbeauftragten.
  • beschäftigt sich mit allgemeinen Fragen der Lehre und Lehrorganisation, wie der Zulässigkeit von Lehrveranstaltungen in der vorlesungsfreien Zeit, dem Qualität der Lehre-Programm, den Lehrberichten der Fachbereiche, der Vergabe von Lehrmedaillen etc.
  • beschäftigt sich mit sonstigen, die ganze Uni betreffenden, Angelegenheiten. Z.B. Deutschkurse für ausländische Studierende, der Verwendung von Recyclingpapier, Verkehr-/Parksituation, usw., allerdings fast nur auf Anregung oder Anträge der Studierenden.

Das Gesetz weist dem Senat noch eine Reihe von weiteren Aufgaben zu wie die Behandlung von Grundsatzfragen, der Neuordnung des Hochschulwesens und der Studienreform sowie Entscheidungen von grundsätzlicher Bedeutung. Diese Aufgaben sind jedoch nicht besonders konkret gefasst und treten nur selten auf.

Die Senatssitzungen sind grundsätzlich öffentlich. Allerdings sind z.B. Berufungen als Personalangelegenheit immer nichtöffentich. Auch Teile des Berichts des Rektors sind nichtöffentlich. Da diese Punkte häufig einen großen Teil der Sitzung in Anspruch nehmen, findet zuweilen die Hälfte der Sitzung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Der Senat tagt in der Vorlesungszeit alle 3 bis 4 Wochen.

Mitglieder

Der Senat besteht aus:

  • 13 Vertreterinnen/Vertreter der Gruppe der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer
  • 4 Vertreterinnen/Vertreter der Gruppe der akademischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • 4 Vertreterinnen/Vertreter der Gruppe der Studierenden
  • 4 Vertreterinnen/Vertreter der Gruppe der weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und

Die Amtszeit der Studierenden beträgt 1 Jahr, die der Hochschulleherinnen und Hochschullehrer, als auch der weiteren Mitarbeiter 4 Jahre. Die der akademische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beträgt 2 Jahre.

Der Senat wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden.

Nichtstimmberechtigte Mitglieder des Senats sind die Rektorin/der Rektor, die Prorektorinnen/die Prorektoren, die Dekaninnen/die Dekane, die Vertrauensperson der schwer-behinderten Menschen, die/der Vorsitzende des Personalrats der nichtwissenschaftlich Beschäftigten und des Personalrats der wissenschaftlich und künstlerisch Beschäftigten und die/der Sprecherin/Sprecher des Allgemeinen Studierendenausschusses.

(Aktuelle Mitglieder sind nur für eingeloggte User sichtbar - ggf. bitte einloggen oder registrieren.)

Wahl

Die letzte Wahl der studentischen Mitglieder des Senats fand Ende Juni 2015 statt.

Ausschüsse und Kommissionen

Ausschüsse

Ständige Kommissionen

Zugehörige Gesetze, Satzungen & Bestimmungen

1) Der Senat, §6 Abs. 3, Grundordnung TU Dortmund
2) Senat, §22 Abs. 1, HG NRW
3) Die Gleichstellungsbeauftrage, §8 Grundordnung TU Dortmund
 
 
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