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Die Interessengemeinschaft behinderter, chronisch kranker und nicht behinderter Studierender (IbS)

1. Aktuelle Projekte/Veranstaltungen

1. Unser Projekt Mensa-Tablettwagen

Im Jahr 2008 entwickelte die IbS die Idee, Tablettwagen für die Mensa des Campus zu beschaffen oder anfertigen zu lassen, um behinderten Studierenden den „Mensagang“ zu erleichtern. Nach umfangreichen Recherchen und Gesprächen konnte in Kooperation mit dem Studentenwerk, der Fakultät Maschinenbau sowie der Fakultät Rehabilitationswissenschaften (Lehrstuhl Rehatechnologie) die Anschaffung und Anpassung der Wagen an die Tablettgrößen der Mensa realisiert werden. Die Mensawagen befinden sich seit Anfang 2010 in der Mensa des Campus Nord und werden oft von behinderten Studierenden genutzt.

Die vorhandenen Mensawagen lassen sich bisher noch nicht an Rollstühlen befestigen. Daher wird die Nutzung durch Rollstuhlnutzer eingeschränkt. Ein Student der Fakultät Maschinenbau erklärte sich im Frühjahr 2010 dazu bereit, hierfür eine Lösung zu entwickeln.

Derzeit arbeitet er intensiv an einem Konzept.

2. Allgemeines: Über die IbS

Wer oder was ist die IbS?

Wir, die Interessengemeinschaft behinderter, chronisch kranker und nichtbehinderter Studierender ist ein Zusammenschluss unterschiedlich behinderter und nicht behinderter Studierender, Absolvent/innen und Angestellte/r der Universität- und der Fachhochschule Dortmund.

Gemeinsam vertreten wir die Interessen behinderter und chronisch kranker Studierender.

Ziel unserer Arbeit ist der Abbau bestehender Benachteiligungen, insbesondere im Rahmen des Studiums, sowie die Schaffung chancengleicher Studienbedingungen.

Die IbS arbeitet eng mit dem Dortmunder Zentrum Behinderung und Studium (DoBuS) und dem Autonomen Behindertenreferat (ABeR) zusammen.

Mit welchen Themen beschäftigt sich die IbS?

1. Bauliche Maßnahmen: Mitwirkung bei der Planung von Neu-, Um- und Ergänzungsbaumaßnahmen

Die IbS war beispielsweise zusammen mit dem DoBuS und dem ABeR Ansprechpartner beim Umbau des Gebäudes an der Emil-Figge-Strasse 50 sowie bei der Auswahl eines neuen Leitsystems für den Campus der Universität.

2. Studienfinanzierung: Finanzierung des Studiums (der Studienbeiträge) sowie des behinderungsbedingten Mehrbedarfs im Studium

Die IbS setzte sich zusammen mit dem ABeR und dem DoBuS erfolgreich für die Befreiung von den Studienbeiträgen für behinderte & chronisch kranke Studierende ein. Vor dem Beginn jedes Semesters veranstaltet sie in Verbindung mit dem DoBuS und dem ABeR eine Infoveranstaltung für behinderte und chronisch kranke Studierende, in der Fragen bezüglich der Befreiung angesprochen und beantwortet werden.

3. Prüfungsmodifikationen: Durchsetzung von Nachteilsausgleichen in Prüfungs- und Studienordnungen

Behinderte und chronisch kranke Studierende benötigen Studienbedingungen, die ihren Bedürfnissen angemessen sind. Die IbS unterstützt behinderte und chronisch kranke Studierende darin, entsprechende Studienbedingungen (z.B. Prüfungsmodifikationen) zu beantragen und durchzusetzen. Auch hierbei arbeitet sie eng mit dem DoBuS und dem ABeR zusammen.

4. Studien- und behinderungsrelevante Gesetzgebung: Landesgleichstellungsgesetz, Sozialgesetzbuch XI, Studienkonten- und -finanzierungsgesetz, Pflegegesetz, Sozialhilferecht, -reform

Die IbS informiert sich regelmäßig über den aktuellen Stand der Gesetzgebung und bestärkt die Selbstbestimmung und Partizipation behinderter und chronisch kranker Studierender.

Aktuell sammelt die IbS Unterschriften gegen die geplant Halbierung des Landesblindengeldes in Schleswig-Holstein ab 2011.

Die Kürzung des Landesblindengeldes führt zu einem tiefen Einschnitt in die Lebensqualität blinder Menschen im Land Schleswig-Holstein. Sie verletzt das Grundrecht auf ein selbstbestimmtes Leben blinder Menschen und schließt ihre gleichberechtigte Teilhabe am öffentlichen Leben aus.

Daher erklärt sich die IbS solidarisch mit den blinden Menschen des Landes Schleswig-Holstein und protestiert mit ihren Unterschriften gegen die Kürzungspläne der Landesregierung Schleswig-Hostein!

Weitere Information zur Kürzung des Landesblindengeldes in Schleswig-Holstein findet ihr auf der Seite des Blinden- und Sehbehindertenverein Schleswig-Holstein e. V. ( BSVSH )

5. ÖPNV: Barrierefreie Nutzung aller öffentlicher Verkehrsmittel

Das bundes- und landesweite Behindertengleichstellungsgesetz (BGG/BGG NRW)hat die Barrierefreiheit öffentliche zugänglicher Orte und Verkehrsmittel gesetzlich verankert. Im Sinne des Gesetzes setzt sich die IbS für die barrierefreie Zugänglichkeit öffentlicher Verkehrsmittel am Campus der Universität Dortmund und der Fachhochschule ein.

Die IbS beteiligte sich beispielsweise zusammen mit dem ABeR und dem DoBuS an der Planung einer neuen H-Bahn-Haltestelle und nahm an der diesbezüglichen Begehung teil.

6. Kultur- und Freizeit: Barrierefreie Nutzung von Einrichtungen, Teilnahmemöglichkeit im Sinne der Gleichstellung

Der Kultur- und Freizeitbereich ist ein wichtiger Teil im Leben eines jeden Menschens, da er einen Ausgleich zum stressigen Studien- und/oder Arbeitsalltag darstellt und der Weiterentwicklung von persönlichen Kompetenzen dient.

Die IbS veranstaltet unterschiedliche, kulturelle Angebote für behinderte und chronisch kranke Studierende an der Universität und der Fachhochschule und setzt sich für integrative Angebote (z.B. im Rahmen des Hochschulsports) ein.

In Kooperation mit dem ABeR wurden in der Vergangenheit folgende kulturelle Angebote geplant und durchgeführt:

  • Teilnahme an den Stadtmeisterschaften im BOSSELN (2008)
  • Tanzkurs für Studierende mit Sehbehinderungen (2009)
  • Quadratologo-Malkurse (2009/2010)
  • Teilnahme am Campuslauf (2009 & 2010)
  • Café Noir (2010)

Gibt auch an anderen Unis/FHs eine IbS? Stehen diese in bundesweitem Austausch?

Neben unserer Arbeit am Hochschulstandort Dortmund fördern wir, die IbS der TU/FH Dortmund, auch den Erfahrungsaustausch behinderter und chronisch kranker Studierender bundesweit und sind an der Artikulierung der Interessen behinderter und chronisch kranker Studierender gegenüber den politischen Entscheidungsträgern beteiligt.

An vielen Hochschulstandorten wurden Interessengemeinschaften von behinderten, chronisch kranken und nichtbehinderten Studierenden gegründet, die sich für die Verbesserung der Studienbedingungen von behinderten und chronisch kranken Studierenden einsetzen und die sich für die Integration behinderter und chronisch kranker Studierender in alle Bereiche des Hochschulalltags einsetzen.

Die Interessengemeinschaften der Hochschulstandorte sind bundesweit miteinander vernetzt.

Folgende bundesweite Treffen und Aktivitäten fördern die Kooperation dieser Interessengemeinschaften:

1. Bundesweite Treffen zum Erfahrungsaustausch behinderter, chronisch kranker und nicht behinderter Studierender:

Im Rahmen dieser Tagungen referieren Experten/innen zu verschiedenen Themen, wie Finanzierung des behinderungsbedingten Mehrbedarfs im Studium, Pflegeversicherung, Assistenz im Studium, Situation ausländischer behinderter Studierender, Auslandsstudium und -praktikum, Literaturbeschaffung und -umsetzung, Landesgleichstellungsgesetze, Sozialhilferecht etc.

2. Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) „Sozialhilfe“ der Interessengemeinschaften

Innerhalb der Bundesarbeitsgemeinschaft diskutieren Vertreter/innen der bundesweit eingeladenen Selbsthilfegruppen, Selbsthilfeverbänden, studentischen Referaten und andere Experten/innen aktuelle Entwicklungen im Bereich der Finanzierung des behinderungsbedingten Studienmehrbedarfs.

3. Bundesarbeitsgemeinschaft Behinderung und Studium e.V. (BAG): „Bundesweites Netzwerk“ der Interessengemeinschaften

Das von Dortmund aus initiierte und koordinierte Informationsnetzwerk trägt zur besseren Kommunikation zwischen den Interessengemeinschaften und einer professionalisierten, gemeinsamen Arbeit bei. Eine weitere Aufgabe des Netzwerkes besteht in der Unterstützung behinderter und chronisch kranker Studierender beim Aufbau neuer Gruppen an ihren Hochschulen. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt des IbS-Netzwerks lag in den letzten Jahren im Themenbereich Bioethik.

Weitere Informationen zum Bundesweiten Netzwerk der Interessengemeinschaften erhaltet ihr auf der homepage der BAG Behinderung und Studium e. V.

Kontakt

  • Wer kann Mitglied in der IbS werden?
  • Wie werde ich Mitglied?
  • Gehen mit der Mitgliedschaft Verpflichtungen einher?
  • Gibt es regelmäßige, verpflichtende Treffen?

Die IbS ist grundsätzlich offen für alle, die sich für unsere Arbeit interessieren und die sich an unserer Arbeit beteiligen möchten. Wir freuen uns über jeglichen Zuwachs, egal ob Du nun Student, Absolvent, Mitarbeiter etc. bist. Wenn Du uns kennenlernen möchtest, kannst Du einfach zu einem unserer Treffen kommen. Die IbS trifft sich innerhalb des Semesters einmal in der Woche, um aktuelle Informationen auszutauschen und um den Stand aktueller Projekte zu besprechen. Der Termin wechselt in jedem Semester. Er wird am Anfang des Semesters unter den derzeitigen IbS-Mitgliedern abgestimmt. Innerhalb der vorlesungsfreien Zeit trifft sich die IbS an 2-3 festen Terminen. Die aktuellen Termine und Kontaktdaten der IbS findest Du im untenstehenden Informationskasten.

Wenn Du nicht gleich an einem unserer Treffen teilnehmen möchtest oder fragen an uns hast, kannst Du uns auch gerne eine e-mail schreiben.

Die Mitgliedschaft in der IbS geht mit keinerlei Verpflichtungen einher. Du kannst so oft kommen, wie Du möchtest und kannst. Wenn Du magst, kannst Du an unseren Projekten teilnehmen, mußt dies aber nicht. Du kannst auch einfach nur zu unseren Treffen kommen und Dich über unsere Projekte informieren.

Komm einfach mal vorbei oder schreib uns, wenn unsere Seite Dich neugierig gemacht hat!

Treffen der IbS in der Vorlesungszeit des SS 2011 jeden Dienstag ab 13 Uhr im Raum 0.236
Adresse Emil-Figge-Str. 50
44221 Dortmund
Raum 0.236
EMail ibs-tu-dortmund@gmx.de
 
 
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